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Wenn Kinder von Tieren lernen

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Zusammen mit dem Tierheim Butzbach und der Hundeschule Elmi startete die Tierschutzorganisation TASSO e.V. das Projekt „Hunde bewegen Menschen"

Wenn Kinder von Tieren lernen - Projekt-Schirmherrin Radost Bokel (ein Sohn, zwei Hunde) besuchte die Auftaktveranstaltung.

Hattersheim/Butzbach, 04.05.2012 (profact) – „Kinder und Hunde sind eigentlich wie füreinander geschaffen", meint Philip McCreight, Leiter von TASSO. „Vorausgesetzt, beide verstehen die Körpersprache und Signale des anderen." Dies sei aber bei vielen Kindern nicht immer der Fall. Ganz besonders schwierig wäre es bei so genannten verhaltensauffälligen Kindern, beispielsweise mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom (ADHS). „Für die konfliktlose Annäherung sind hier klassischerweise spezielle Therapiehunde im Einsatz", so der Tierschützer. „Mit unserem Projekt ‚Hunde bewegen Menschen' wollen wir zeigen, dass auch freundliche Tierheimhunde diese Aufgabe meistern können."

Die „Probe aufs Exempel" fand jetzt im Tierheim Butzbach bei Gießen statt, mit sieben Jungs der Martin-Luther-Förderschule in Buseck bei Gießen und sieben Tierheimhunden. Unter der Leitung des Hundetrainers Bijan Elmi lernten die 11- bis 14-Jährigen beispielsweise, Berührungsängste abzubauen und den Vierbeinern kleine Kunststückchen beizubringen. „Seit mehr als 20 Jahren sorge ich mit meiner Hundeschule für ein verständnisvolleres Miteinander von Kind und Tier", erklärt Elmi. „Das Projekt ‚Hunde bewegen Menschen' wurde von mir entwickelt und basiert auf einer Initiative, die sich bereits seit längerem mit Formen der tiergestützten Therapie beispielsweise in der Psychiatrie, aber auch in Seniorenheimen, Kliniken, Schulen und Kindergärten befasst." Für Kinder mit ADSH habe Elmi ein ganz besonderes und sehr wirkungsvolles Trainingsprogramm entwickelt. Projekt-Schirmherrin und Schauspielerin Radost Bokel („Momo") staunte denn auch nicht schlecht: „Selbst diejenigen, die vorher keine Sekunde ruhig stehen konnten, sind plötzlich ganz still und konzentrieren sich auf den ihnen zugewiesen Hund", sagte sie.

Für Klassenlehrein Tina Karger ist dies nicht ungewöhnlich: „Die Kinder haben sehr schnell bemerkt, dass die Hunde ihnen gegenüber völlig unvoreingenommen sind und sich bei fehlender Aufmerksamkeit einfach anderen Dingen zuwenden." Wer mit dem Vierbeiner spielen will, müsse sich halt auf ihn konzentrieren." Dies habe gerade bei verhaltensauffälligen Kindern einen erstaunlich positiven Aspekt, so die Pädagogin. „Ein folgsamer Hund stärkt das Selbstvertrauen, die soziale Verantwortung wird langfristig ebenso gefördert wie die Toleranz anderen gegenüber."

Für Tierheimleiterin Martina Löhwing ist das Projekt „Hunde bewegen Menschen" der Beweis, dass auch Tierheimhunde unter fachgerechter Anleitung pädagogisch wertvoll sein können. Und die Hunde würden ebenfalls profitieren: „Sie genießen es, plötzlich wieder im Mittelpunkt zu stehen und jemanden zu haben, der sich mit ihnen befasst. Diese individuelle Zuwendung können wir den Hunden mangels Personal gar nicht zukommen lassen." Hundetrainer Elmi ergänzt: „Die intensiven Interaktionen mit Menschen und Artgenossen wirkt sich positiv auf die Sozialisierung und das Verhalten der Hunde aus und stellt eine willkommene Abwechslung vom Tierheimalltag dar."

Einmal pro Woche für jeweils eine Stunde sollen die Kinder nun den spielerischen Umgang mit den Hunden lernen. TASSO unterstützt das Projekt „zum besseren Verständnis des Tierheimhundes und des Hundes im Allgemeinen in der Gesellschaft und zur besseren Akzeptanz der Hundehaltung", so Philip McCreight. „Weitere soziale Institutionen sind als Projektteilnehmer herzlich willkommen."

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